Wie Sie ein Buch richtig markieren und sich Notizen machen

Durch das Markieren eines Buches während des Lesens fällt es Ihnen nachher leichter das Buch zusammenzufassen oder nochmal zu lesen. Ein weiterer Vorteil des Markierens besteht darin, dass Sie sich beim Lesen automatisch immer fragen, was von dem gerade Gelesenen wichtig oder relevant ist. Dies erhöht Ihr Textverständnis und hilft Ihnen gleichzeitig dabei das Wesentliche herauszufiltern und zu behalten.

Bild von einem Buch und Textmarkern zum richtigen Markieren

Diesen Effekt können Sie noch zusätzlich verstärken, indem Sie sich auch Notizen zu dem Gelesenen machen. Dabei denken Sie über den Inhalt des Buches nach und schreiben Ihre Ideen, Anwendungsmöglichkeiten und Fragen dazu auf. Zudem formulieren Sie das Gelesene in eigenen Worten um und blicken aus verschiedenen Perspektiven auf den Inhalt des Buches.

Ein Buch richtig markieren

Beim Markieren des Buches geht es darum, die für Sie wichtigsten Textstellen zu identifizieren und hervorzuheben. Dazu können Sie einzelne Sätze anstreichen, wobei Sie nur die relevanten Teile eines Satzes markieren sollten. Für längere Textstellen können Sie eine vertikale Linie an den Rand des Textes zeichnen. Zusätzlich dazu können Sie auch die fünf wichtigsten Textstellen des Buches durch einen Stern am Rand hervorheben. So finden Sie die relevanten Textstellen des Buches beim wiederholten Durchgang schnell wieder. Deshalb sollten Sie sich beim Markieren jedoch auf das Wesentliche beschränken und nicht zu viele Textstellen hervorheben. Gegebenenfalls ist es daher ratsam, das Buch erst beim zweitmaligen Lesen zu markieren.

Des Weiteren ist es sinnvoll beim Lesen, die Schlüsselwörter des Buches zu umkreisen und diese so zu definieren, wie der Autor sie verwendet. Dadurch fällt es Ihnen wesentlich leichter, das Buch zu verstehen und zusammenzufassen. Zudem können Sie durch Seitenzahlen am Rand auf andere Textstellen im Buch oder auf weitere Quellen verweisen, um Verbindungen herzustellen. Diese Verbindungen helfen Ihnen dabei, die Struktur des Buches nachzuvollziehen und das Gelesene besser abzuspeichern.

Abbildung von verschiedenfarbigen Textmarkern

Zur eindeutigen Beschreibung der Funktion Ihrer Markierungen können Sie verschiedene Kategorien von Markierungen nutzen, welche Sie durch unterschiedliche Farben oder Icons anzeigen können. Dazu bietet es sich an, ein paar Icons zu erstellen, um bestimmte Dinge am Seitenrand hervorzuheben. So können Sie beispielsweise ein Ausrufezeichen für besonders wichtige Markierungen, ein Fragezeichen für Unklarheiten und eine Hand für Anwendungsmöglichkeiten verwenden. Gleichzeitig können Sie auch mehrere Farben zum Markieren nutzen, um unter anderem zwischen Beispielen und Ergebnissen zu unterscheiden.

Notizen zum Buch erstellen

Zusätzlich zum Markieren des Buches ist es hilfreich, sich Notizen zu dem Gelesenen zu machen. Im Gegensatz zum Markieren von Textstellen lassen Sie dabei nämlich auch Ihr eigenes Wissen sowie Ihre Gedanken zum Inhalt des Buches einfließen. Dadurch können Sie Ihre Ideen, Beispiele, Fragen und Anwendungsmöglichkeiten zu dem Gelesenen festhalten. Zudem können Sie die Gedanken des Autors weiterdenken, aus unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten und in Verbindung zu anderen Quellen setzen.

Bild einer Berson beim Markieren eines Buches

Ein weiterer Vorteil bei der Erstellung von Notizen besteht darin, dass Sie über das Gelesene nachdenken, es mit Ihrem Vorwissen verknüpfen und es in eigenen Worten umformulieren. Dadurch behalten Sie wesentlich mehr von dem Inhalt des Buches. Dabei können Sie den oberen oder unteren Rand des Buches nutzen, um sich Stichpunkte, Schlüsselwörter oder Eselsbrücken zu notieren. Nach dem Lesen des Buches können Sie dann eine Mind-Map mit allen Schlüsselwörtern erstellen und diese mit der Loci-Methode oder dem Major-System memorieren. Zudem können Sie diese Mind-Map als Zusammenfassung des Buches in Ihre Wissenssammlung einpflegen.

Neben dem Rand des Buches gibt es auch die Möglichkeit, ein Notizbuch für die Erstellung der Notizen zu nutzen. Mithilfe dieser Journal-Technik können Sie zu jedem Buch die wichtigsten Inhalte sowie Ihre eigenen Ideen, Anwendungsmöglichkeiten und Fragen schriftlich festhalten und jederzeit nachschlagen. Dabei ist es hilfreich, während des Lesens zunächst kurze Stichpunkte zu machen und diese erst am Ende eines Kapitels oder nach einer Leseeinheit ausführlicher zu beschreiben. So behalten Sie Ihren Lesefluss, ohne aber Ihre Gedanken zum Gelesenen zu vergessen.

Bild zur Erstellung von Notizen zu einem Buch

Nachdem Sie das Buch gelesen haben, können Sie mithilfe Ihrer Markierungen und Notizen sehr leicht einen Aktionsplan erstellen. Darin halten Sie alle Gewohnheiten, Glaubenssätze und einmaligen Aktionen fest, welche Sie aus dem Buch anwenden wollen. Außerdem können Sie Ihre Notizen auch ausformulieren, um das Buch mithilfe der Feynman-Technik zusammenzufassen.

Fazit

Insgesamt helfen Ihnen Ihre Markierungen und Notizen dabei, das Buch zu verstehen, zu behalten und anzuwenden. Durch Ihre Markierungen heben Sie die wesentlichen Textstellen des Buches hervor, sodass Sie diese Textstellen sehr leicht wiederfinden und nachlesen können. Ihre Notizen helfen Ihnen dabei, den Inhalt jedes gelesenen Buches in wenigen Minuten zu wiederholen und mithilfe der Verteilten Wiederholung ins Langzeitgedächtnis zu bringen. Außerdem können Sie Ihre Markierungen und Notizen nutzen, um eine anschauliche Zusammenfassung und einen Aktionsplan zu erstellen.

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