Warum der Output beim Lesen wichtiger ist als der Input

Wenn Sie zwar viele Bücher lesen, aber nur wenig von dem Inhalt behalten oder anwenden, sollten Sie beim Lesen und Lernen mehr Wert auf den Output als auf den Input legen. Es ist nämlich sinnvoller ein Buch gründlich zu lesen und anzuwenden, als zehn Bücher einfach nur durchzulesen, um sie anschließend wieder ins Regal zu stellen. Daher sollten Sie nach der Aufnahme neuer Informationen diese auch hinterfragen, reproduzieren und anwenden. So verwandeln Sie Informationen in Wissen und praktischen Nutzen.

Bücher lesen in der Natur

Effizientes Lesen durch Reproduktion und Anwendung

Der erste Schritt besteht darin, bereits vor dem Lesen die klare Intention zu haben, das Gelesene zu behalten und anzuwenden. Außerdem ist es hilfreich, während des Lesens einen persönlichen Bezug zu dem Gelesenen herzustellen. Dabei können Sie die neuen Informationen mit Ihrem eigenen Wissen verknüpfen und Mnemotechniken nutzen, um sich das Gelesene leichter zu merken. Nach dem Lesen ist es auch wichtig, dass Sie sich ausreichend Zeit nehmen, den Lesestoff zu wiederholen und anzuwenden. Deshalb sollten Sie nach jedem gelesenen Kapitel das Buch zuschlagen und die Kernaussagen des Kapitels in eigenen Worten wiedergeben. Wenn Sie dabei feststellen, dass Sie wichtige Punkte vergessen haben, sollten Sie das Kapitel nochmal durchgehen und erneut reproduzieren. Zudem sollten Sie die Richtigkeit der wichtigsten Aussagen kritisch hinterfragen. Falls Ihnen dazu manche Informationen fehlen, können Sie auch andere Quellen nutzen, um zu prüfen, inwieweit die Aussagen korrekt sind. Beim Lesen von Geschichten und Biografien sollten Sie sich auch immer fragen, was Sie daraus lernen können. Durch diese Reproduktion und Reflexion des Gelesenen fällt es Ihnen wesentlich leichter, die Informationen ins Langzeitgedächtnis zu bringen und sinnvoll zu nutzen.

Mann denkt nach dem Lesen über das Gelesene nach

Außerdem ist es sinnvoll, die wichtigsten Punkte, Lehren, Beispiele und Anwendungsmöglichkeiten während oder nach dem Lesen schriftlich festzuhalten. Dabei hilft Ihnen die Journal-Technik, bei der Sie zu jedem Buch einen Eintrag in Ihrem Journal anlegen sollten. Dadurch wird es Ihnen auch leichter fallen, den Inhalt des Buches später in Form von Schaubildern und Diagrammen oder in einer Mind-Map darzustellen. Durch die Veranschaulichung des Lesestoffs verarbeiten Sie das Gelesene noch intensiver, sodass Sie es länger behalten und leichter abrufen können. Zudem können Sie so Ihre Zusammenfassung mithilfe der Verteilten Wiederholung regelmäßig durchgehen und ins Langzeitgedächtnis bringen.

Der nächste Schritt besteht dann darin, das Gelesene anzuwenden. Dazu können Sie Ihre Notizen zu eigenen Beispielen und Anwendungsmöglichkeiten nutzen, um für jedes Buch einen Aktionsplan zu erstellen. Anschließend sollten Sie mindestens drei Dinge aus diesem Aktionsplan innerhalb der nächsten 72 Stunden anwenden. Dabei geht es darum, neue Gewohnheiten aufzubauen, neue Glaubenssätze zu bilden und einmalige Aktionen auszuführen.

Mann liest ein Buch, um es anzuwenden

Effektives Lesen durch die Wahl der richtigen Bücher

Wie in dem Graphen zum Leseerfolg dargestellt, sollten Sie die richtigen Bücher auf die richtige Art und Weise lesen. Die aktive Abspeicherung und Anwendung des Gelesenen trägt wesentlich zum effizienten Lesen bei. Um jedoch auch effektiv zu lesen, sollten Sie nur die Dinge detailliert lernen, welche Sie jetzt oder in naher Zukunft brauchen. Über die restlichen Themen sollten Sie sich lediglich einen Überblick verschaffen, sodass Sie darüber Bescheid wissen und darauf zurückgreifen können, sobald Sie es benötigen. Dabei sollten Sie ungefähr die Hälfte Ihrer Lesezeit in Bücher investieren, die Ihnen sofort bei einem aktuellen Problem oder Ziel helfen können. Den Inhalt dieser Bücher können Sie sich dann leicht merken und direkt anwenden. Die andere Hälfte Ihrer Lesezeit nutzen Sie zur Einarbeitung in neue Themengebiete, welche vielleicht interessant sein könnten oder welche Sie in der Zukunft gebrauchen können. Im folgenden Artikel finden Sie zudem weitere Informationen dazu, wie Sie die richtigen Bücher zum Lesen auswählen.

Aufgeschlagenes Buch mit dem Himmel als Hintergrund

Fazit

Insgesamt sollten Sie also beim Lesen von Büchern mehr Wert auf die Qualität als auf die Quantität legen. Letztendlich ist nämlich nicht die Menge an gelesenen Informationen entscheidend, sondern was Sie von dem Gelesenen tatsächlich behalten und anwenden. So können Sie aus jedem Buch einen theoretischen und praktischen Nutzen ziehen.

Zusammenfassung

  • Gelesenes kritisch hinterfragen und auf Richtigkeit prüfen
  • Die Kernaussagen in eigenen Worten wiedergeben
  • Die wichtigsten Punkte, Lehren, Beispiele und Anwendungsmöglichkeiten aufschreiben
  • Eine anschauliche Zusammenfassung des Buches erstellen
  • Den Inhalt mit Mnemotechniken und Verteilter Wiederholung langfristig abspeichern
  • Einen Aktionsplan erstellen und anwenden
  • Nur die Dinge detailliert lernen, welche bald gebraucht werden
  • Zu den restlichen Themen einen Überblick verschaffen

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