Leitfaden zur Änderung Ihrer Glaubenssätze

Ihre Glaubenssätze bestimmen Ihr Denken und Handeln. Dabei kann schon ein einziger Glaubenssatz Ihr gesamtes Leben beeinflussen und über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Deshalb sollten Sie Ihre Glaubenssätze bewusst wählen und gegebenenfalls ändern. Beim Lesen von Büchern stoßen Sie häufig auf Aussagen, Philosophien oder Denkweisen, aus denen sich gute Glaubenssätze bilden lassen. In diesem Leitfaden erfahren Sie, wie Sie solche Glaubenssätze in wenigen Minuten aufbauen oder ändern können.

Wie Sie die richtigen Glaubenssätze entwickeln

Wenn Sie auf einen aktuellen oder neuen Glaubenssatz stoßen, sollten Sie sich als erstes fragen, ob Ihnen der Glaubenssatz auf dem Weg zu Ihrem Ziel hilfreich ist. Behalten Sie bzw. bauen Sie nur Glaubenssätze auf, bei denen dies der Fall ist. Es geht dabei nicht darum, ob dieser Glaubenssatz wahr oder falsch ist. Entscheidend ist nur, ob er Sie weiterbringt oder nicht. Von Ihren aktuellen Glaubenssätzen sollten Sie daher diejenigen, die Ihnen nicht weiterhelfen, durch einen besseren Glaubenssatz ersetzen.

Wenn Sie einen Glaubenssatz ändern wollen, müssen Sie den bisherigen Glaubenssatz zunächst schwächen und dann durch einen anderen Glaubenssatz ersetzen.

Schwächung von einem bestehenden Glaubenssatz

Um einen Glaubenssatz zu schwächen, sollten Sie diesen kritisch hinterfragen. Überlegen Sie, wie dieser Glaubenssatz entstanden ist. Wenn Ihnen eine andere Person diesen Glauben nahegebracht hat, fragen Sie sich außerdem, ob dieser Mensch in dem entsprechenden Bereich das erreicht hat, was Sie erreichen wollen. Schwächen Sie so die Gründe ab, aus denen Sie den Glaubenssatz aufgebaut haben, und hinterfragen Sie die Erfahrungen, auf denen der Glaubenssatz basiert. Fragen Sie sich anschließend, wie Ihnen der Glaubenssatz langfristig schadet, wenn Sie ihn nicht ändern. Überlegen Sie, welche Möglichkeiten Sie dadurch verpassen würden, was Ihnen entgehen würde und was Ihnen deutlich schwerer fallen würde.

Aufbau von einem neuen Glaubenssatz

Nachdem Sie einen Glaubenssatz geschwächt haben, müssen Sie diesen durch einen anderen Glaubenssatz ersetzen. Übernehmen Sie dazu einen gelesenen Glaubenssatz oder erstellen Sie selbst einen. Fragen Sie sich dann, wie Ihnen dieser Glaubenssatz auf dem Weg zu Ihrem Ziel helfen kann. Finden Sie möglichst viele Gründe, weshalb es Sinn macht, an den jeweiligen Glaubenssatz zu glauben. Anschließend sollten Sie mindestens vier Erfahrungen suchen, welche den Glaubenssatz bestätigen. Dies können sowohl Erfahrungen aus Ihrem eigenen Leben als auch Erfahrungen anderer Menschen sein. Wenn Ihnen weniger als vier Situationen einfallen, können Sie auch hilfreiche Situationen erfinden, indem Sie sich ein realistisches Szenario vorstellen, in welchem der Glaubenssatz vorteilhaft zum Tragen kommt. Dabei sollten Sie sich das Szenario möglichst lebhaft vorstellen und beschreiben. Dies funktioniert, da unser Gehirn kaum einen Unterschied zwischen tatsächlich erlebten und intensiv vorgestellten Ereignissen erkennt. Danach sollten Sie möglichst schnell damit beginnen, nach dem neuen Glaubenssatz handeln.

Beispiel: Ich bin zu 100% selbst verantwortlich für mein Denken und Handeln.

Gründe und Erfahrungen für den Glaubenssatz:

  • Ich entscheide selbst, was ich denke und tue.
  • Bei allem, was ich nicht selbst beeinflussen kann, kann ich dennoch entscheiden, wie ich darauf reagiere. Wenn Sie beispielsweise längere Zeit in einem Wartezimmer sitzen müssen, können Sie in der Zeit ein Buch lesen oder über etwas Wichtiges nachdenken.
  • Ich kann meine Gedanken und Handlungen selbst verbessern, indem ich im Voraus plane, Neues dazulerne und Erfahrungen sammle. Zum Beispiel können Sie lernen, bessere Fragen zu stellen, um Ihre Gedanken und Entscheidungen zu verbessern.
  • Viktor E. Frankl, der während des Zweiten Weltkriegs in vier unterschiedlichen Konzentrationslagern war und trotzdem eine positive Einstellung behielt, sodass er schließlich überleben konnte.

Zusätzlich dazu können Sie Ihren neuen Glaubenssatz auch zu Ihren täglichen Affirmationen hinzufügen, um diesen noch tiefer im Unterbewusstsein zu verfestigen. Schreiben Sie dafür eine Liste mit einigen Glaubenssätzen auf, welche Sie verstärken möchten. Diese Liste von Glaubenssätzen sollten Sie sich dann jeden Morgen oder Abend laut vorlesen. Dadurch dass Sie die Glaubenssätze auf diese Weise häufig wiederholen, stärken Sie Ihren Glauben an diese und beginnen nach ihnen zu handeln. Um diesen Effekt noch zu steigern, können Sie sich bei jedem Mal auch die Gründe und Erfahrungen für die einzelnen Glaubenssätze ins Gedächtnis rufen. Außerdem können Sie die Glaubenssätze auch immer wieder neu aufschreiben, statt sie nur vorzulesen.

Schaubild zur Entwicklung der richtigen Glaubenssätze
Schaubild zur Entwicklung der richtigen Glaubenssätze

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