Belletristik: Wie Sie Romane und fiktionale Bücher lesen

Das Lesen von Romanen und Erzählungen ist eine passende Ergänzung zum Lesen von Sachbüchern. Daher erfahren Sie in diesem Artikel, welche Unterschiede Sie zum Lesen von Sachbüchern beachten sollten, wie Sie das Lesen von Geschichten interessanter gestalten können und wie Sie Belletristik als Inspiration für Ihr eigenes Leben nutzen.

Bild von mehreren Büchern zum Lesen von Belletristik

Beim Lesen von Belletristik gibt es einige Unterschiede zum Lesen von Sachbüchern. Da es sich bei der Belletristik in der Regel um zusammenhängende Geschichten handelt, sollten diese Bücher vom Anfang bis zum Ende durchgelesen werden. Bei Sachbüchern ist es dagegen sinnvoll, sich nur die wichtigen Textstellen durchzulesen und den Rest des Buches zu überfliegen oder auszulassen. Daher ist es ratsam, Belletristik mit einer geringeren Lesegeschwindigkeit zu lesen.

So fällt es Ihnen auch leichter, sich den Inhalt der Geschichte während des Lesens vorzustellen. Dabei sollten Sie das Gelesene visualisieren und sich in die Geschichte hineinversetzen. Stellen Sie sich vor, Sie wären direkt am Ort des Geschehens und würden die Handlung beobachten. Nutzen Sie dabei unterschiedliche Sinneseindrücke, indem Sie neben den visuellen Aspekten auch Geräusche und Gerüche wahrnehmen. Zusätzlich zur Rolle des Beobachters können Sie sich auch in eine bestimmte Figur hineinversetzen und die Geschichte aus seiner Perspektive erleben. Versuchen Sie sich vorzustellen, welche Gefühle, Gedanken und Empfindungen die Person in der jeweiligen Situation hat, und überlegen Sie sich, wie Sie an seiner Stelle handeln würden. Dabei sollten Sie auch herausfinden, welche Charaktereigenschaften die verschiedenen Figuren besitzen. Dadurch macht das Lesen der Geschichte mehr Spaß und Sie trainieren gleichzeitig Ihre Fähigkeit zur Visualisierung und Empathie. Damit Sie sich so in die Geschichte hineinversetzen können, empfiehlt es sich, längere Leseeinheiten als bei Sachbüchern zu nutzen. So kann es beispielsweise sinnvoll sein, mehrere Stunden am Stück Belletristik zu lesen. Außerdem ist es hilfreich, vor dem Lesen des Buches den Ort sowie die Zeit der Handlung nachzuschlagen und besonders bei realen Geschichten etwas darüber zu recherchieren.

Bild einer Landkarte

Eine weitere Möglichkeit das Lesen von Belletristik interessanter zu gestalten besteht darin, sich während der Geschichte zu überlegen, wie diese weitergehen könnte. Denken Sie darüber nach, was als Nächstes passieren könnte, und nutzen Sie dabei Ihr Wissen über die Charaktereigenschaften der handelnden Personen. Überlegen Sie sich auch, wie Sie die Geschichte als Autor weiterschreiben würden. Außerdem können Sie sich ein mögliches Ende der Geschichte ausdenken und dieses später mit dem tatsächlichen Ende vergleichen. Dadurch entwickeln Sie in Ihrem Kopf mehrere Geschichten, obwohl Sie eigentlich nur eine Geschichte lesen. Auf diese Weise steigern Sie sowohl Ihre Kreativität als auch die Spannung beim Lesen des Buches.

Bild eines Buches zum Lesen von Belletristik

Nach dem Lesen des Buches können Sie die Geschichte mithilfe Ihrer Erinnerung auf einer Seite zusammenfassen. Dabei gehen Sie die Geschichte gedanklich nochmal durch und überlegen sich, welche Momente die Geschichte ausgemacht haben. Halten Sie auch stichwortartig fest, was man aus der Geschichte lernen und für sein eigenes Leben mitnehmen kann. So lernen Sie von den Personen aus der Geschichte und nutzen dies als Inspiration für sich selbst. Außerdem können Sie die Geschichte so sehr leicht anderen erzählen und Ihre eigenen Gedanken zu der Geschichte vermitteln.

Auf diese Weise können Sie durch das Lesen von Geschichten unter anderem lernen, wie andere Menschen Probleme lösen und mit schwierigen Situationen umgehen. Beispielsweise können Sie die Geschichte von Viktor E. Frankl als Inspiration nutzen, welcher im Buch „Über den Sinn des Lebens“ beschreibt, wie er selbst im Konzentrationslager eine positive Lebenseinstellung behielt. Ein weiteres Beispiel ist Ernest Shackleton und seine Mannschaft, die bei einer Expeditionsreise in der Antarktis ihr Schiff verloren und anschließend trotz Hunger, Kälte und Schlafmangel „635 Tage im Eis“ überlebten und ohne fremde Hilfe zurück zur Zivilisation kamen.

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